Seit 2016/17 erstellt SCHOTT + PARTNER den Betriebsvergleich Asphaltmischanlagen nach der Methode SCHOTT. Die Analyse erfolgt – wie in der Branche häufig sinnvoll – getrennt nach Werken aus den neuen und alten Bundesländern. Nachfolgend stellen wir Ihnen anonymisierte Beispiel-Auszüge aus dem jüngsten Betriebsvergleich bereit: transparent in der Struktur, ohne Nennung von Unternehmen, und mit ausgewiesenen arithmetischen Durchschnittswerten am Ende der jeweiligen Tabellen.
Der Preis für Kohlenstaub stieg 2024 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 60 % und lag damit sogar über 200 % höher als 2022. Trotz sinkender Preise für Heizöl erhöhten sich die Aufwendungen für Energieträger insgesamt auf inzwischen fast 20 % der Wertschöpfung. Die Absatzmengen der Asphaltmischanlagen reduzierten sich leicht, während der Umsatz marginal zulegte.
Dank erneuter Erlössteigerungen je Tonne konnte das pro zentuale Ergebnis in Relation zur Betriebs leistung weitgehend auf dem Vorjahresniveau stabilisiert werden. Die Krankheitsquoten sind in den meist kleineren Betriebseinheiten der AMAs weiterhin erfreulich niedrig. Auch der neu eingeführte Kennwert, der die Zahl der Arbeitsunfälle im Kontext der Nachhaltigkeitsdaten erfasst, weist ein sehr positives Niveau auf.
Die ländlichen Betriebe sind im Durchschnitt kleiner als städtische und erzielten geringere Wachstumsraten. Dennoch fällt ihr Betriebsergebnis besser aus, da die Betriebs- und Verwaltungs kosten spürbar niedriger sind. Das Potenzial der Asphaltbranche wird nach wie vor durch die Vergleichsgruppe Erfolgsbetriebe verdeutlicht – den Durchschnitt ohne jene Werke, die Verluste erwirtschafteten. Das Betriebsergebnis liegt hier bei rund 9 %. Auffällig sind vor allem die niedrigeren Betriebskosten und die höhere Produktivität dieser Unternehmen. Das Auf und Ab auf der Nachfrageseite hält indes an.
Die im Betriebsvergleich enthaltenen SZENARIEN zeigen, welche Handlungsspielräume sowohl in Wachstumsphasen als auch bei einer
Anpassung an sinkende Nachfrage bestehen.