Transportbeton

vorteile des betriebsvergleichs Tansportbeton

Der Betriebsvergleich Transportbeton läuft bei SCHOTT + PARTNER seit 1990/91 und basiert auf der Methode SCHOTT. Die Werke werden dabei getrennt nach neuen und alten Bundesländern ausgewertet, um regionale Strukturunterschiede sauber abzubilden. Nachfolgend finden Sie anonymisierte Tabellen-Auszüge aus dem aktuellen Betriebsvergleich – inklusive dokumentierter arithmetischer Durchschnittswerte am Tabellenende, die eine schnelle Einordnung der Ergebnisse ermöglichen.

kennzahlengruppen im betriebsvergleich transportbeton

  • Leistung, Kosten, Ergebnis des Gesamtbetriebs je cbm
  • Analyse Betriebsleistung – Wertschöpfung – Ergebnis
  • Ergebnis und Cashflow
  • Struktur der Betriebsleistung
  • Kostenstruktur und Analyse der Fremdleistungen
  • Struktur und Kostenanalyse des Materialeinsatzes
  • Betriebs- und Kapitalkosten
  • Umsatzentwicklung nach Jahren und Quartalen in %
  • Kundenstruktur und Lieferradius
  • Auftragsgrößen
  • Lohnkostenanalyse
  • Arbeitszeiteinsatz gewerbliche Mitarbeiter nach Bereichen
  • Ausfallstunden und Überstunden der gewerblichen Mitarbeiter
  • Strukturanalysen des gewerblichen Personals
  • Gehaltskostenanalyse
  • Angestelltenquoten
  • Allgemeine Kosten
  • Gesamtkosten Vertrieb und Verwaltung
  • Mischanlage: Leistung – Deckungsbeitrag
  • Mischanlage: Strukturwerte und Leistungsanalysen
  • Betonfracht: Leistung – Deckungsbeitrag
  • Betonfracht: Strukturwerte und Leistungsanalysen

Vorbemerkung aus dem 34. Betriebsvergleich TB  2024/25

Das Jahr 2024 war für die Transportbetonbetriebe von erneuten Absatz- und Umsatzrückgängen geprägt. Dies wirkte sich spürbar negativ auf die Effizienz der Produktion aus. Die Auslastung der Mischanlagen nahm weiter ab, ebenso die erzeugten Kubikmeter pro Arbeitsstunde. Gleichzeitig stieg der Stromverbrauch je produzierter Einheit.


Bei den Einkaufskonditionen für Zement ist zwar ein leichter Rückgang auf hohem Niveau erkennbar, doch die Zuschlagstoffe verteuerten sich deutlich. Auch im Frachtbereich zeigten sich die Auswirkungen der Marktentwicklungen: Die Betriebe sind inzwischen bereit, in größere Entfernungen zu liefern, wodurch sich die Lieferradien etwas ausweiteten. Dennoch gingen die Kilometerleistungen der Fahrmischer aufgrund geringerer Mengen zurück.


Auch die Anzahl der Touren und der transportierten Kubikmeter sank. Der regionale Vergleich zeigt deutliche Unterschiede: In den neuen Bundesländern bestehen erhebliche Kostenvorteile. Dort liegen die Materialkosten rund 26 € unter denen im Westen und die Lohnkosten sind um etwa 20 % günstiger. Gleichzeitig sind jedoch auch die Erlöse niedriger, Absatz- und Umsatzrückgänge stärker ausgeprägt und die Betriebs-

kosten je Kubikmeter weiterhin überhöht.


Im Ergebnis erwirtschafteten viele Betriebe in den neuen Ländern kaum noch Gewinne – im Durchschnitt sogar Verluste. Deutschlandweit sind – trotz verbesserter Erlöse je Kubik – die Jahresresultate im Mittelwert nur noch als marginal zu bezeichnen. Dies gilt insbesondere im Vergleich zu anderen Baustoffsparten. Dennoch verdeutlicht die Gruppe der erfolgreichsten Unternehmen, dass positive Ergebnisse möglich sind.


Der Betriebsvergleich mit seinen Szenarien zeigt, welche Chancen bestehen, wie diese genutzt werden können und welche Anpassungen notwendig sind, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Transportbeton


VERGLEICHSGRUPPEN


Die teilnehmenden Werke sind getrennt dargestellt nach Werken aus den alten

Bundesländern und Werken aus den neuen Bundesländern. Am Ende der jeweiligen

Tabellen sind die entsprechenden arithmetischen Durchschnittswerte dokumentiert.


Zusätzlich zu den Vergleichswerten der Regionalgruppen erscheint der Mittelwert

„Erfolgsbetriebe“ am Schluss des jeweiligen Tabellenbildes; weiterhin sind die arithmetischen

Durchschnittswerte der Spitzenbetriebe (= die besten 30%) und der ergebnisschwachen

Betriebe (= die schwächsten 20%) dargestellt.


STATUSREPORT „TRANSPORTBETON 2023/24“


Die Transportbetonwerke mussten im Jahr 2023 erneut einen deutlichen Mengenrückgang hinnehmen. Allerdings konnten die Verkaufspreise noch stärker gesteigert werden. Dies kompensierte die Verteuerung des Materials. Das Betriebsergebnis pro Kubikmeter Beton wuchs leicht an. Prozentual zum Umsatz blieben die Jahresergebnisse auf niedrigem Niveau stabil.


Die Betriebskosten je produziertem Kubikmeter stiegen im Mischbetrieb in allen Werken an. Die Anzahl der eingesetzten Arbeitsstunden wurde meist nicht an die reduzierten Mengen angepasst, was zu einem Rückgang der Produktivität führte. In Relation zum Tagesoptimum sank die Auslastung der Mischanlagen auf unter 40 %. 


Im Frachtbetrieb zeigten sich ähnliche Entwicklungen. Es ist gelungen, die höheren  Betriebskosten in die Frachterlöse einzupreisen. Sowohl die durchschnittliche Kilometerleistung je Fahrmischer als auch die Anzahl der Touren und die transportierten Kubikmeter pro Tour nahmen ab. Der intensivere Wettbewerb spiegelt sich in den gestiegenen Lieferradien wider – Auslastung wird auch in weiter entfernten Gebieten gesucht.


Die Kostenerhöhungen für die Transportbetonwerke waren wesentlich durch den Anstieg der

Zementkosten getrieben. Innerhalb der letzten zwei Jahre wurde Zement um knapp 2/3 teurer. Im Vergleich dazu erscheint die Steigerung der Kosten für Gesteinskörnungen fast moderat. Die Lohnkosten je Arbeitsstunde nahmen weiter zu, die Krankheitsquote verharrte auf einem etwas zu hohen Niveau. Der Fixkostencharakter der Vertriebs- und Verwaltungskosten führt zu entsprechend gestiegenen Aufwendungen pro Kubikmeter.


In den neuen Bundesländern waren die Mengenverluste noch ausgeprägter als in den alten

Ländern. Dank höherer Verkaufspreise wurde dennoch ein etwas besseres Betriebsergebnis erreicht.


Die Spitzenbetriebe erzielten fast doppelt so hohe Gewinne wie der Durchschnitt, trotz eines

nahezu gleichen Erlösniveaus. Sie profitierten unter anderem von einer etwas stärkeren Auslastung.


Ob die Marktprobleme weiterhin durch Anhebung der Verkaufspreise gelöst werden können, bleibt offen. Neue Strategien scheinen erforderlich zu sein. Wie unsere Szenarien zeigen, ist ein Preiskampf, also Preissenkungen, sicherlich nicht der richtige Weg. Die Herausforderung besteht darin, den schmalen Grat zwischen Auslastungsdruck und auskömmlichen  Verkaufserträgen zu finden.