Der Betriebsvergleich Transportbeton läuft bei SCHOTT + PARTNER seit 1990/91 und basiert auf der Methode SCHOTT. Die Werke werden dabei getrennt nach neuen und alten Bundesländern ausgewertet, um regionale Strukturunterschiede sauber abzubilden. Nachfolgend finden Sie anonymisierte Tabellen-Auszüge aus dem aktuellen Betriebsvergleich – inklusive dokumentierter arithmetischer Durchschnittswerte am Tabellenende, die eine schnelle Einordnung der Ergebnisse ermöglichen.
Das Jahr 2024 war für die Transportbetonbetriebe von erneuten Absatz- und Umsatzrückgängen geprägt. Dies wirkte sich spürbar negativ auf die Effizienz der Produktion aus. Die Auslastung der Mischanlagen nahm weiter ab, ebenso die erzeugten Kubikmeter pro Arbeitsstunde. Gleichzeitig stieg der Stromverbrauch je produzierter Einheit.
Bei den Einkaufskonditionen für Zement ist zwar ein leichter Rückgang auf hohem Niveau erkennbar, doch die Zuschlagstoffe verteuerten sich deutlich. Auch im Frachtbereich zeigten sich die Auswirkungen der Marktentwicklungen: Die Betriebe sind inzwischen bereit, in größere Entfernungen zu liefern, wodurch sich die Lieferradien etwas ausweiteten. Dennoch gingen die Kilometerleistungen der Fahrmischer aufgrund geringerer Mengen zurück.
Auch die Anzahl der Touren und der transportierten Kubikmeter sank. Der regionale Vergleich zeigt deutliche Unterschiede: In den neuen Bundesländern bestehen erhebliche Kostenvorteile. Dort liegen die Materialkosten rund 26 € unter denen im Westen und die Lohnkosten sind um etwa 20 % günstiger. Gleichzeitig sind jedoch auch die Erlöse niedriger, Absatz- und Umsatzrückgänge stärker ausgeprägt und die Betriebs-
kosten je Kubikmeter weiterhin überhöht.
Im Ergebnis erwirtschafteten viele Betriebe in den neuen Ländern kaum noch Gewinne – im Durchschnitt sogar Verluste. Deutschlandweit sind – trotz verbesserter Erlöse je Kubik – die Jahresresultate im Mittelwert nur noch als marginal zu bezeichnen. Dies gilt insbesondere im Vergleich zu anderen Baustoffsparten. Dennoch verdeutlicht die Gruppe der erfolgreichsten Unternehmen, dass positive Ergebnisse möglich sind.
Der Betriebsvergleich mit seinen Szenarien zeigt, welche Chancen bestehen, wie diese genutzt werden können und welche Anpassungen notwendig sind, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.