Im Betriebsvergleich Heizung-Klima-Sanitär nach der Methode SCHOTT, der bereits seit 1988/89 läuft, ordnet SCHOTT + PARTNER teilnehmende Unternehmen und Niederlassungen in vier Vergleichsgruppen ein. Dazu zählen Betriebe mit Schwerpunkt Wärmetechnik/Sanitärtechnik, Raumlufttechnik, Gesamtbetriebe ohne klaren Spartenschwerpunkt sowie Service-Betriebe (überwiegend Kundendienst). Nachfolgend sehen Sie anonymisierte Auszüge aus dem aktuellen Vergleich, die zeigen, welche Bereiche und Kennzahlen typischerweise Bestandteil der gruppenspezifischen Auswertung sind.
Die geringeren Investitionen der Industrie wirkten und wirken sich negativ auf die Technische Gebäudeausstattung/Heizung-Klima-Sanitär-Branche aus.
Im Anlagenbau setzte sich der Wachstumstrend der Vorjahre nicht fort. Im Durchschnitt war ein leichter Rückgang der Jahresleistung zu verzeichnen. Zur Anpassung an die gesunkene Auslastung reduzierten die Betriebe die eingesetzten Lohnstunden, insbesondere beim Leihpersonal. Bezogen auf die Montagestunden ergab sich lediglich ein minimaler Anstieg der Wertschöpfung. Die höheren Lohn- und Gehaltskostensätze konnten dadurch nicht kompensiert werden – zudem stellen die Auslösungen mittlerweile wieder einen steigenden Kostenfaktor
dar. Die Betriebsergebnisse verringerten sich abermals.
Die Spitzenbetriebe, das ergebnisstärkste Fünftel, verzeichneten sogar einen stärkeren Rückgang von Jahresleistung und Wertschöpfung als der Durchschnitt. Der Einsatz von Leihpersonal wurde sehr deutlich zurückgenommen. Der relative Anteil der Leistungen im Service/Kundendienst stieg. Insgesamt erzielte diese Gruppe eine deutlich höhere Produktivität je Montagestunde als der Schnitt. Trotz spürbar teurerer Lohnkostensätze wurde
dadurch eine bessere Personalkosteneffizienz erreicht. Auch die Krankheitsquote lag unter dem Durchschnitt, das Durchschnittsalter der Monteure war geringer.
Bemerkenswert sind zudem die höheren IT-Kosten je Angestellten. Bei den Servicebetrieben nahmen die IT-Aufwendungen im Verhältnis zu den Angestellten im Schnitt zu. Anders als im Anlagenbau konnten sowohl Jahresleistung als auch Wertschöpfung gesteigert werden. In der Kun-
denstruktur gewann die Öffentliche Hand weiter an Gewicht, während der Anteil von Aufträgen aus der Industrie zurückging.
Die Betriebsergebnisse blieben in 2024 auf hohem Niveau. Im Facility- und Gebäudemanagement wurde erneut ein erfreuliches Wachstum erreicht. Die Jahresergebnisse bestätigten sich bei rund 8 %. Problematisch entwickelte sich das Durchschnittsalter – sowohl im gewerblichen Bereich als auch bei den Angestellten.
Der MSR-Bereich wuchs ebenfalls weiter, die Betriebsergebnisse konnten nochmals verbessert werden. Die notwendige Anpassung an die Entwicklungen der Marktsegmente stellt eine Herausforderung für die Betriebe der Technischen Gebäudeausstattung/Heizung-Klima-Sanitär-Branche dar.
Der Betriebsvergleich mit seinen Szenarien zeigt, welche Optionen unter verschiedenen Rahmenbedingungen bestehen.