Naturstein-Industrie

vorteile des betriebsvergleichs naturstein-industrie

Für die Naturstein-Industrie bietet SCHOTT + PARTNER seit 1989/90 einen strukturierten Betriebsvergleich nach der Methode SCHOTT. Die Auswertung erfolgt in zwei Hauptgruppen, getrennt nach der Art des gewonnenen Gesteins, und wird zusätzlich nach Betrieben aus den neuen und alten Bundesländern differenziert. Nachfolgend erhalten Sie anonymisierte Auszüge aus dem neuesten Betriebsvergleich.

Kennzahlengruppen im betriebsvergleich naturstein-industrie

  • Produkt- und Erlösstruktur
  • Betriebsleistung
  • Betriebsleistung und Ergebnis
  • Analyse des Cashflow
  • Überstunden und Ausfallstunden
  • Lohnkostenanalyse
  • Angestelltenquote
  • Gehaltskostenanalyse
  • Personalkosten
  • Betriebssachkosten (nach Bereichen und Kostenarten)
  • Kosten des Bohr- und Sprengbetriebes
  • Kosten des Abraums
  • Kosten der Gewinnung
  • Kosten der Aufbereitung
  • Kosten von Verwiegung und Verladung
  • Kosten der eigenen Werkstatt und fremden Instandhaltung
  • Kosten von Verwaltung und Vertrieb
  • Sachkosten Verwaltung und Vertrieb
  • Produktivitätsanalyse der Bereiche
  • Produktivität der gewerblichen Mitarbeiter
  • Analyse der Energiekosten
  • Vertrieb
  • Schichtbetrieb
  • Technologieeinsatz Verladung
  • Ermittlung der Wertschöpfung
  • Wertorientierte Kostenanalyse

Vorbemerkung aus dem 36. Betriebsvergleich NI  2024/25

Der Absatz der Natursteinbetriebe verminderte sich in 2024 erneut - innerhalb der letzten 5 Jahre in Summe sogar um nahezu ein Viertel. Gleichzeitig stiegen die Personalkosten je Tonne in diesem Zeitraum um etwa 50 %, ebenso die Instandhaltungsausgaben. Die Aufwendungen für Strom und Diesel sanken zuletzt, liegen jedoch weiterhin deutlich über dem früheren Niveau. Der CO2-Ausstoß durch Stromverbrauch verringerte sich leicht.


Insgesamt legten die Betriebssachkosten je Tonne in den genannten 5 Jahren um rund 40 % zu. Auch die Ausgaben für Verwaltung und Vertrieb stiegen bezogen auf die Tonnage durchschnittlich um fast zwei Drittel. Die Angestelltenquote wuchs in diesem Zeitraum von 9,2 auf 12,4 Angestellte je 1 Mio. Tonnen. Dass die Mengenrückgänge und Kostensteigerungen der vergangenen Jahre nicht zu einem wirtschaftlichen Desaster für die Branche führten, ist fast ausschließlich auf die kräftige Anhebung des Verkaufspreisniveaus zurückzuführen. Auch im Berichtsjahr 2024 konnten dadurch die Betriebsergebnisse verbessert werden.


Aus branchenspezifischen Gründen fällt es den Werken schwer, sich an eine geringere Auslastung anzupassen.Teilweise gelingt dies: In 2024 erzielten die Spitzenbetriebe mit den höchsten Gewinnen in fast allen Produktgruppen und Betriebsbereichen bessere Produktivitätswerte als der Durchschnitt. Im Mittel steigerten die Hersteller von Edelsplitt ihre Rendite in 2024 im Vergleich zum Vorjahr spürbar. Die gesunkenen Stromkosten wirkten sich hier besonders positiv aus. Bei Hartsteinwerken mit einem Edelsplittanteil unter 30 % war dieser Effekt aufgrund des geringeren Stromverbrauchs schwächer, dennoch verbesserten sich die Resultate.


Die Kalksteinwerke mussten im Berichtszeitraum einen sehr deutlichen Rückgang der Absatzmengen hinnehmen. Jahresergebnis und Cashflow entwickelten sich rückläufig. In den neuen Bundesländern war der Marktdruck nochmals stärker ausgeprägt als in den alten Bundesländern. Das Erlösniveau ist weiterhin niedriger, die Überschüsse fielen schwächer aus. Etwas günstiger waren die Bezugspreise für Strom und Diesel.


Die Dynamik der Erlössteigerungen der letzten Jahre, die die sinkende Produktivität der Branche überkompensierten, ließ 2024 nach. Jetzt ist es die Aufgabe, die Effizienz der Unternehmen zu erhöhen. Der Betriebsvergleich zeigt konkret auf, was möglich ist.

 
Auszug aus dem Musterbericht - Naturstein-Industrie

Naturstein-Industrie


VERGLEICHSGRUPPEN


Die Teilnehmerbetriebe wurden in 2 Hauptvergleichsgruppen, abhängig von der Art des

gewonnenen Gesteins, eingeteilt. Diese Hauptgruppen wurden dann nochmals unterteilt in

Betriebe der Neuen und Betriebe der Alten Bundesländer. 


Hartgestein: In die Vergleichsgruppe der Alten Bundesländer sind Unternehmen aufgenommen mit einem Absatz von ca. 200.000 t bis ca. 1.000.000 t. Das durchschnittliche

Absatzvolumen lag bei ca. 500.000 t. Diese Vergleichsgruppe wurde wiederum unterteilt in 2 Untergruppen. In die erste Gruppe wurden die Betriebe mit einem Edelsplittanteil von mehr als 30 % aufgenommen, in die zweite Gruppe Betriebe von weniger als 30 %. In der Gruppe der Neuen Bundesländer lag die durchschnittliche Verkaufsmenge bei ca. 700.000 t.


Kalkgestein: Die Vergleichsgruppe der Alten Bundesländer beinhaltet Unternehmen mit einem Absatz von ca 200.000 t bis unter 1,5 Mio. t. Das mittlere Verkaufsvolumen lag bei ca. 500.000 t. Die Gruppe der Neuen Bundesländer beinhaltet Unternehmen mit einem Absatz zwischen 250.000 t und unter 1 Mio. t. Das durchschnittliche Absatzvolumen lag bei ca. 500.000 t.


STATUSREPORT „NATURSTEIN-INDUSTRIE 2023/24“


Das Ergebnisniveau der Natursteinbranche lag in 2023 so hoch wie seit Jahren nicht. Die Absatzmenge ging allerdings erneut deutlich zurück. Dank stark verbesserter Verkaufspreise konnte per Saldo ein leichtes Umsatzwachstum erzielt werden. Einige Betriebe versuchten, den Personaleinsatz an die geringere Tonnage anzupassen – es wurde seltener mehrschichtig gearbeitet. Dennoch fiel die Produktivität in allen Bereichen spürbar. Bezogen auf den Absatz stiegen die Verwaltungs- und Fixkosten merklich an.


Strom wurde im Durchschnitt beträchtlich teurer. Die Strompreise variierten zwischen den Betrieben entsprechend der unterschiedlichen Lieferverträge jedoch sehr. Treibstoffe waren günstiger als im Vorjahr.


Die Hersteller von Edelsplitt verzeichneten wegen höherer Durchschnittserlöse und vergleichsweise geringeren Mengenverlusten die stärkste Umsatzsteigerung. Die Spitzenbetriebe zeichnen sich durch merklich bessere Produktivität in der Gewinnung, Aufbereitung und Verladung aus.


Eine noch stärkere Anhebung des Preisniveaus gelang den Hartsteinwerken. Trotz Absatzrückgängen schafften sie es dadurch, den Umsatz bemerkenswert zu erhöhen. Das Betriebsergebnis wurde im Schnitt gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Die Spitzenbetriebe profitieren unter anderem von spürbar geringerem Administrationsaufwand.


Die Kalksteinbetriebe erlitten massive Tonnageeinbrüche. Dementsprechend sind die Fix- und

Verwaltungskosten im Verhältnis zur verkauften Menge besonders deutlich angewachsen. Die Anhebung der Erlöse um fast 2 € je Tonne hat das Ergebnis positiv beeinflusst. Die Sachkostenstruktur fiel bei den Spitzenbetrieben durchweg günstiger aus. Ihre Marge lag um nahezu die Hälfte höher als im Durchschnitt.


Anders als in den Vorjahren stiegen 2023 die Renditen der Betriebe in den neuen Bundesländern an. Dies wurde ebenfalls durch Preisverbesserungen erreicht. Die Absatzmenge ging während der letzten zwei Jahre jedoch um fast 1/3 zurück. Die Lohnkostensätze sind nach wie vor spürbar günstiger als in den alten Bundesländern.


Insgesamt hebt sich die Natursteinindustrie innerhalb der Bau- und Baustoffbranchen durch eine positive Entwicklung der Ertragskraft ab. Unsere Szenario-Berechnungen zeigen, dass es möglich ist, diese hervorgehobene Position auch in Zukunft zu halten, wenn auf die Marktentwicklungen angepasste, neue Strategien angewendet werden.